Die Dächer Kreuzbergs sind grün: Rund zwei Drittel der Dachfläche sind bepflanzt und als urbane Gärten ausgebaut. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird seit 2010 erforscht, wie Dachgärten zur Erholung und zum Anbau von Biogemüse genutzt werden können und wie sich das Mikroklima dadurch in der Stadt verändert. So könnten die Dachgärten zukünftig als soziale Treffpunkte dienen und einen erheblichen Beitrag zur Versorgung der Stadt mit gesunden und frischen Lebensmitteln dienen.
Erwachsen ist dieses stadtplanerischer Experiment aus der Initiative "Prinzessinnengarten", einem non-profit-Projekt, das sich seit 2009 für den Anbau von Gemüse in städtischen Brachräumen einsetzt. Heute sind die Augen der Welt auf das ambitionierte Kreuzberger Pilotprojekt gerichtet.
Wenn im Jahr 2022 die Auswertung abgeschlossen ist wird entschieden, ob alle deutschen Städte mit einer Bevölkerung von über 500.000 Einwohnern großflächig begrünt werden. Schon heute ist klar: Die weltweite Urban-Guardening-Bewegung kann sich diesen Erfolg auf die Fahne schreiben und ist im Mainstream angekommen.
Stadt der Zukunft: Prinzessinnengarten (fiktiv) from thewavingcat on Vimeo.